Vergebung


 

Lebensbericht von Tanja Hauser

 

 

zum Thema Vergebung

 

Eines Abends, als ich 15 Jahre alt,war und noch keine wiedergeborene Christin, wollte ich mit der Bahn zur Tanzstunde fahren. Davor sollte ich in einem italienischen Restaurant noch etwas abholen. Leider bekam der Wirt sehr viele Gste auf einmal, so da ich lngere Zeit dort warten musste. Als ich dann alles hatte, mute ich  feststellen, da es mir auf meinen Zug nicht mehr reichen wrde.

Doch das schien gar nicht so schlimm zu sein, denn ein guter Bekannter bot sich an, mich in die Tanzstunde zu fahren. Ich war sehr froh, denn so wrde ich ja noch rechtzeitig ankommen.

Dieser Bekannte hatte aber leider etwas anders im Sinn, er fuhr mit mir zu einem abgeschiedenen Waldweg, wo er mich dann ziemlich brutal vergewaltigte. Danach entlie er mich ganz eingeschchtert aus dem Auto mit den Worten: Wenn du irgendjemandem etwas davon erzhlst, stech ich dich ab! Zur Bekrftigung seiner Drohung zeigte er mir nochmals das Messer, mit dem er mir schon bei der Vergewaltigung gedroht hatte.

 

Woher ich den Mut aufbrachte, wei ich heute nicht mehr, aber ich ging zur Polizei und erstattete Anzeige. Dieses traumatische Erlebnis jetzt nochmals in allen Einzelheiten ganz genau zu erzhlen, und von den Polizisten immer wieder hinterfragt zu werden, war eigentlich noch einmal genauso schlimm fr mich wie die Vergewaltigung selber. Nach einer schier endlosen Zeit auf dem Polizeirevier brachten mich noch zwei Polizisten in die Klinik zur Untersuchung und zum Abstrich. So kam ich erst nachts um   3 Uhr heim. Etwa 8 Monate spter war dann die Gerichtsverhandlung, und es wurde wieder alles ganz gegenwrtig, was ich versucht hatte zu verdrngen.

Der Mann wurde schuldig gesprochen und zu 3 Jahren Gefngnis verurteilt. ich aber fhlte mich total ausgebrannt und fertig.

So viel zu meiner Vorgeschichte

 

Im Jahr 1983 habe ich  bewusst und von ganzem Herzen mein Leben Jesus Christus bergeben. Ich habe mich von der Welt abgewandt und versucht so gut ich eben konnte fr Gott zu leben. In  der nachfolgenden Zeit wnsche ich mir oft mehr Erlebnisse mit Gott zu machen und fragte mich weshalb dies nicht der Fall war.  

Ich bekam die Antwort auf meine Frage, als ich eine Predigtkassette hrte.

 

Der Redner erzhlte: Es war ein junger Mann, der sich bekehrte. Er lud JESUS ein, in seinem Lebenshaus in dem schnsten und grten Zimmer im 1. Stock zu wohnen. Er freute sich ber seine Entscheidung. Am nchsten Morgen ganz frh klingelte es an der Haustre. Der junge Mann machte die Tr auf und sah, da der Teufel drauen stand und wollte die Tr ganz schnell wieder schlieen. Aber der Teufel war schon im Haus. Er jagte hinter dem Teufel her und brauchte fast den ganzen Tag bis er ihn wieder drauen hatte. Abends kam er dann zu JESUS in das schne, groe Zimmer und erzhlte es ihm etwas vorwurfsvoll. Aber JESUS antwortete ihm: Weit du, ich kann nichts machen, ich habe hier nur ein Zimmer.

Ein Leuchten ging ber das Gesicht des jungen Mannes und er sagte: JESUS, dir soll das ganze Stockwerk gehren! Am nchsten Morgen klingelte es wieder. Der Mann machte die Haustr nur einen kleinen Spalt auf, aber der Teufel war schon wieder drin. Und wieder brauchte er den ganzen Tag bis er ihn wieder drauen hatte. Abends kam er ganz erschpft zu JESUS und erzhlte ihm ganz rgerlich die Geschichte. Aber JESUS sagte zum ihm: Weit du, ich kann nichts machen, ich habe hier nur 1 Stockwerk. Der junge Mann berlegte lange und sagte dann zu ihm: Dann soll dir das Erdgescho auch noch gehren! Und wieder klingelte es am nchsten Morgen an der Tr. Der Mann ffnete noch vorsichtiger als die Tage zuvor aber wieder war es zu spt. Der Teufel war schon wieder im Haus und er brauchte wieder den ganzen Tag um ihn rauszuwerfen. Abends ging er ganz erschpft zu JESUS und erzhlte ihm wieder alles. Und JESUS sagte zu ihm: Ich habe in deinem Haus zwar sehr viel Platz zum Wohnen, aber ich bin immer noch NUR GAST. Und da verstand der junge Mann. Er gab JESUS einfach den Schlssel zu seinem Haus. Als es am nchsten Morgen wieder klingelte und er aufmachen wollte, fiel ihm ein, da er ja gar keinen Schlssel mehr hat. Und da hrte er auch schon wie JESUS zur Tr ging. JESUS ffnete die Tr sperrangelweit, der Teufel stand drauen. Der Teufel wurde ganz bleich vor Schreck als er JESUS sah. Er zog seinen Hut, verbeugte sich vor JESUS mit den Worten:

Oh, ich habe mich wohl in der Tr geirrt:

 

Da war mir so manches klar. Auch ich hatte bei meiner Bekehrung JESUS nur einen Teil meines Lebenshauses gegeben und den Schlssel behalten. Und so bergab ich JESUS mein Leben neu und diesmal komplett, mit Schlssel. Das hatte natrlich Folgen: Ich wute da die Vergewaltigung jetzt an Gottes Licht kommen wrde und er mich heilen wrde von meinen inneren Verletzungen und Enttuschungen. Das was ich jahrelang in die hintersten Ecken meines Lebenshauses verdrngt und versteckt hatte, kam zutage. Ich wute aber auch, ich mu diesem Mann vergeben, alles was er mir angetan hat vergeben. Das war nicht einfach. Aber in Gottes Wort heit es:

 

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

                                                

                      ********                      

Wo ihr den

 Menschen ihre Fehler nicht vergebt,

so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben

(Matth. 6, 22 und Matthus 6 V. 15).

 

.

 

Matth 18, 23-35

Deswegen ist es mit dem Reich der Himmel wie mit einem Knig, der mit seinem Knecht abrechnen wollte. Als er aber anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete. Da er aber nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und die Kinder und alles was er hatte zu verkaufen und damit zu bezahlen. Der Knecht fiel nun nieder, bat ihn kniefllig und sprach: Herr, habe Geduld mit mir und ich will dir alles bezahlen. Der Herr jenes Knechtes wurde innerlich bewegt, gab ihn los und erlie ihm das Darlehen. Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Und er ergriff ihn und wrgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist! Sein Mitknecht fiel nun nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir und ich will dir bezahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefngnis, bis er die Schuld bezahlt habe. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrbt und gingen und berichteten ihrem Herrn, was geschehen war. Da rief ihn sein Herr herzu und sprach: Bser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest. Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und berlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt.

 

 

Mir war klar: Ich kann es nicht mehr lnger unter den Teppich kehren, wenn ich von Gott Vergebung fr meine Snden haben mchte. Und das wollte ich ja, also mute auch ich vergeben. Zuerst dachte ich: Ich kann das nicht. Aber in Gottes Wort steht nicht ihr mt gern vergeben, sondern nur ihr mt vergeben. Da habe ich einfach gebetet: Herr Jesus, ich mchte deinem Wort gehorsam sein und deshalb spreche ich diesem Mann die Vergebung aus.

Dieses Gebet habe ich immer wieder gesprochen, und zwar immer dann, wenn ich in der Bibel ber Vergebung gelesen habe. Es ist zwar nicht ntig, die Vergebung immer wieder zu wiederholen, aber fr mich bedeutete es soviel wie eine gewonnen Schlacht, ein Sieg gegen den Teufel. Und mit der Zeit habe ich auch festgestellt, da ich das Gebet nicht mehr zhneknirschend spreche (so wie beim ersten Mal) sondern inneren Frieden dabei habe.

 

Rein uerlich nderte sich aber zunchst einmal nichts. Aber ich bin sicher, da Gott lngst im Verborgenen an mir gearbeitet hat, denn ein paar Monate spter entdeckte ich, da der Mann seine Gefngnisstrafe abgesessen hatte und jetzt nur ein paar Huser entfernt von uns (ich war schon verheiratet) wohnte. Da habe ich festgestellt, da Gott wirklich Groes getan hat an mir, denn der Ha war weg. Gott hat mich mit seiner Liebe gefllt und geheilt von diesem traumatischen Erlebnis.

 

 

 

 

 Auch  SIE, lieber Leser, drfen auf das Friedensangebot Gottes eingehn und IHM den Schlssel IHRES Lebenshauses bergeben dann drfen SIE SEINEN wahren Frieden und Vergebung erfahren

 

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, oder selbst betroffen sind, drfen Sie sich gerne an folgende  eMail-Adresse wenden: