in memoriam


 

 

Anneliese Rüd
Horst und Jens Rudolph

Je schöner und voller
   die Erinnerung, desto
schwerer ist die Trennung.
  Aber die Dankbarkeit
verwandelt die Erinnerung
       in stille Freude.
Man trägt das vergangene
    Schöne nicht wie einen
Stachel, sondern wie ein
        kostbares Geschenk in sich.
                         D.Bonhoeffer

 

Anneliese Rüd

 

Esslingen, 9. November 2007

Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma

Anneliese Rüd
geb. Schott
*27.09.1924 - V09.11.2007

durfte nach langer, mit Geduld und Tapferkeit ertragener Leidenszeit friedlich einschlafen.


In Liebe und Dankbarkeit:

Rolf und Adelheid Rüd mit Familie
Gudrun und Wolfgang Heim mit Familie
und alle Angehörigen

Wir haben am 14. November 2007 auf dem Friedhof St. Bernhard in Esslingen von ihr Abschied genommen.

 

 

Am Vormittag des 20.Dezember 2002 wurde nach schwerer Krankheit mein geliebter Mann, unser lieber, herzensguter Vater zu seinem Herrn heimgerufen

Horst Rudolph
*
29.12.1947  - V 20.12.2002

 

                                            

 Viel zu früh musstest du gehn....

          .. in unseren Herzen bleibst du für immer

 

 

 

Aussegnungsfeier für Horst Rudolph am 24.12.2002

          

 

Gedenkminute 

 

 

Worte aus dem 90. Psalm

Herr, Gott du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die

Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du o Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder Menschenkinder.

Unser Leben wäret siebzig und wenn es hoch kommt, sind es achtzig Jahre und das

meiste darin ist Mühsal und Arbeit. Schnell geht es vorbei, wir fliegen nur so dahin.

Lehre uns bedenken das wir sterben müssen auf das wir klug werden.

 

Gemeinsames Lied:  

 Ich trau auf dich, o Herr, ich sage du bist mein Gott. In deiner Hand ist meine Zeit
in deiner Hand steht meine Zeit.
Gelobet sei der Herr, denn er hat wunderbar,
seine Liebe mir erwiesen und Güte mir gezeigt.

Gebet

Herr Jesus Christus, wir stellen uns in dieser Stunde des Abschieds unter deinen vollkommenen Gotteswillen. In unserer Begrenztheit erkennen wir deine Wege in ihrer Tiefe nicht, und sie werden uns wohl verborgen bleiben. Wenn auch unsere Fragen offen bleiben, wissen wir, du hast Gedanken des Friedens mit uns und deshalb sind wir trotz des Leides getrost und danken dir für das Leben vonHorst Rudolph. In seiner Lebensspur erkennen wir deine vorlaufende Gnade.Du konntest durch dein Wort zu ihm reden. Er hat dich verstanden und darauf geantwortet. Durch den Glauben an deine Erlösung, hat er Vergebung seiner Schuld und den Frieden Gottes erfahren. Darum ist das Leben von unserm Horst nicht umsonst gewesen. Wir wissen ihn bei dir geborgen und gut aufgehoben. Tröste jetzt die Trauernden hier, insbesondere seine liebe Frau und seine Kinder mit ihren Angehörigen, denn Du bist der Gott allen Trostes. Mach ihnen Mut, auch mit der Trauer richtig umzugehen. Bitte rede nun zu uns und laß uns hören, daß unser Leben ein Ende hat, aber nicht zu ende ist, denn du sprichst: kommt wieder Menschenkinder. Amen

 

 Gemeinsames Lied:

Du bist mein Zufluchtsort.
Ich berge mich in deiner Hand,
denn zu schützt mich, Herr.
Wann immer mich Angst befällt;
traue ich auf dich.
Ja, ich trau auf dich, und ich sage:
"Ich bin  stark in der Kraft meines Herrn"

Ansprache und Lebenslauf

Liebe Adelheid, liebe Trauerfamilie, verehrte Trauergemeinde,

dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, HorstRudolph am Freitagvormittag den 20 Dez 2002 ,9 Tage vor seinem 55. Geburtstag in die ewige Herrlichkeit abzurufen.

Horst ist am 29.12.1947 als Erstgeborener seiner Eltern Sophie und Werner Rudolph in Esslingen-Kennenburg geboren. Die Familie wohnte in dieser Zeit in Denkendorf, dem Heimatort seiner Mutter. Ein Jahr später kam seine Schwester Brigitte zur Welt. Da die Eltern sich aus innerer Überzeugung für einen Lebensstil nach biblischen Wertmaßstäben entschieden hatten, hörten ihre Kinder in jungen Jahren schon die Berichte aus der Bibel. Im Alter von 12 Jahren hat Horst sein Leben ganz bewußt Gott anvertraut und unter seine Führung gestellt.

 

In Denkendorf besuchte er die Grund- und Hauptschule und erlernte anschließend den Beruf des Werkzeugmachers.

1966 zog die ganze Familie nach Albershausen in ihr neues Heim.Die Gemeinde Gottes wurde ihre neue geistliche Heimat. Dort spielte Horst mehrere Jahre voll Begeisterung im Posaunenchor mit.

1973 lernte er ein junges Mädchen aus dem Hause Lickel kennen, seine Adelheid. Noch im selben Jahr heirateten die beiden hier in der Kirche in Krehwinkel.
Nach 29 glücklichen Ehejahren begräbt heute sein Frau auch einen Grossteil ihres Lebens.

Dem Ehepaar wurden 4 Kinder geschenkt.Die Zwillingssöhne Heiko und Thomas.Beide sind bereits verheiratet.
1977 wurde Jens geboren.Die meisten von uns erinnern sich noch an die Beerdigung im August 2001 als Jens,der
durch einen schrecklichen Verkehrsunfall ums Leben kam, hier auf diesen Friedhof begraben wurde.

Michaela das einzige Mädchen unter 3 Brüdern wurde 1981 geboren und machte das Kleeblatt komplett. Sie lebt wie auch ihr Bruder Heiko mit seiner Familie im elterlichen Haus. Sie alle trauernheute um den Vater. Vor allem aber fällt der Verlust und der Abschied seiner Frau schwer, denn Horst und Adelheid führten nicht nur eine glückliche Ehe. Sie hatten noch so viel gemeinsames vor.

 1980 hat Horst einen guten Arbeitsplatz bei der Fa. Cannon in Weinstadt angeboten bekommen. In dieser Firma arbeitete er, bis seine schwere Erkrankung es nicht mehr zulies.

 1987 schloß sich die Familie dem Christlichen Zentrum Scala in Schorndorf an. Dort fühlte Horst sich mit seiner Familie sehr wohl und beteiligte sich aktiv am Gemeindeleben. Er sang im Chor „Lichtblicke“ mit, welcher noch heute, alle 2 Wochen die Patienten im Schorndorfer Krankenhaus mit Liedern erfreut. Entsprechend seinen Gaben und Fähigkeiten arbeitete er mit Freuden im Begrüßungsteam der Gemeinde.

Im Sommer 2002 machte sich die tückische Krankheit zum ersten mal bemerkbar. Zunächst mit der Lähmung eines Stimmbandes. Wenig später wurde er und seine Familie mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Damit begann sein schmerzvoller aber Gott sei Dank kurzer Leidensweg. Mehrere Krankenhausaufenthalte waren unvermeidlich. Die ganze Familie hoffte bis zuletzt den lieben Ehemann und Vater wieder gesund zu Hause in die Arme schließen zu können.     Doch Gott hatte einen anderen Weg für ihn vorgesehen. Wir dürfen und wir wollen nun unseren Blick vom Sarg, dem Zeichen der Vergänglichkeit weglenken und auf den aufmerksam machen der ewig ist und dessen Wort immer bleibt. Jesus Christus.

In seinem Wort, das uns ansprechen und nachdenklich machen soll, lesen wir im Buch des

Hiob Kap 19, 25-26 ich weiß daß mein Erlöser lebt. Auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort. Und nachdem diese, meine Haut zerschlagen ist, werde ich ohne mein Fleisch Gott sehen.   

Gibt es doch einen Ausbruch aus dem sich ständig wiederholenden Kreislauf des Geborenwerdens und Vergehens? Drückt nicht gerade diese Stunde hier die ganze Hoffnungslosigkeit, ja Sinnlosigkeit des Lebens aus? Kann das unsere Berufung und Aufgabe sein, sich 70 oder 80 Jahre, beim Entschlafenen waren es nur 55 Jahre,recht und schlecht durch’s Leben zu schlagen. Um sich am Ende dann, nicht selten verbittert und kraftlos in das scheinbar unabwendbare, unentrinnbare Schicksal zu ergeben. Oder gibt es doch lohnende, bleibende Lebensinhalte?

Das Hiobbuch stellt uns bei oberflächlicher Betrachtung einen Menschen vor, der vielleicht identisch mit unserem Lebensmotto ist. Zumindest ist es die Parole unserer Zeit.

Jung, gesund, dynamisch, erfolgsorientiert. Der Einsatz, der dann aber gebracht werden muß, wird aber nur bei einigen, wenigen so belohnt, daß sie sich eine Finca auf Mallorca leisten können.

Uns Deutschen kann man ja, und das ist beweisbar, eine erhebliche Portion an Tüchtigkeit nicht absprechen. Obwohl der Lack leicht abgeblättert ist, sind wir auch heute noch nicht das Armenhaus dieser Welt.

 Und doch besteht zwischen Hiob und dem größten Teil unseres Volkes ein großer Unterschied.

Der aber ist wesentlich und von entscheidender Bedeutung.

Für Hiob war Gott kein unbekanntes Wesen, fernab allem Wahrnehmbaren. Nicht Reichtum, Ehre, Erfolg war die Prämisse seines Lebens, wofür man oft genug Gesundheit, und Familienglück auf’s Spiel setzt

oder andere hohe Tribute zahlt. Dieser Mann war von einem Wunsch erfüllt, seinem Schöpfer und Erlöser dessen Hand er über seinem Leben sah, besser kennen und lieben zu lernen.

Wie kommt man zu so einer Haltung. Die wurde ihm, wie auch uns nicht, in die Wiege gelegt.

Und da die Bibel nicht lebensfremd ist und uns gemalte Heilige vorstellt, sondern Menschen in Situationen wie du und ich, mit Höhen und Tiefen , mit Siegen und mit Niederlagen, lohnt es sich über diese Frage nachzudenken, denn sie ist richtungsweisend, und kann schnell über Ewigkeiten entscheiden.

Hiob hat Gottes Stimme gehört und das hat in ihm einen Prozeß des Vertrauens ausgelöst. Es ist eine ganz kostbare Erfahrung die Stimme Jesu aus seinem Wort zu hören. Von dieser Stimme geht permanent eine Einladung von Geborgenheit aus, stetig und dauerhaft. Gott tröstet. Gott gibt uns eine Perspektive auch in schwierigen Zeiten, eine Aussicht, eine Hoffnung die nicht trügt, und Kraft in den schwersten Lebenssituationen.

 

Er sagt auch heute zu uns, Ich bin da, ich liebe dich, ich halte und tröste dich, ich gehe mit dir diese Schwierigkeiten durch. Es gibt in dieser Welt so viele ängstigende, bedrohliche Stimmen. Gottes Stimme ist eine gute Stimme. Haben Sie die Stimme Gottes schon einmal gehört? Das ist so wichtig.   

Wie klug und vernünftig hat Hiob doch gehandelt, denn seine Geschichte zeigt deutlich, wie wechselhaft das Glück sein kann. Heute noch in Ansehen, oft beneidet von den anderen, und morgen...  vergessen. Oder von Arbeitskollegen mit schalen Worten verabschiedet, die froh sind, daß sie die Entlassung nicht getroffen hat. Von Freunden verlassen und wenn es ganz schlimm kommt, von den Ärzten aufgegeben. 

Wie viele merken erst dann, daß sie falschen Idealen gefolgt sind.

 Wo holen wir in solchen Situationen unsere Kraft, unsern Lebensmut her? Wer hilft uns dann wieder auf. Gibt es die Möglichkeit überhaupt noch einmal von vorne anzufangen? Die Weichen anders, besser zu stellen. Mit neuen Vorsätzen ist hier nicht viel getan.

Horst Rudolph hat nicht nur in den letzten Lebenstagen seinen Angehörigen ein klares Bekenntnis hinterlassen. Als 12jähriger hat er ganz bewußt eine Entscheidung für Jesus Christus getroffen und dabei die wunderbare, freimachende, lösende und erlösende Kraft Gottes persönlich erfahren. Viele Jahre sind seitdem vergangen Durch Tiefen und Höhen wurde er geführt, aber er ließ die einmal ergriffene Hand Gottes nicht mehr los.  

Da ist eine Hand, auch heute, jetzt und hier, die sich nach uns ausstreckt. Eine Hand die uns führen will, die stark genug ist, wenn es notwendig wird, uns aufzuheben und zu tragen. Sie gilt den Glaubensschwachen, Kranken, Demotivierten genau so wie den Überheblichen, die einer totalen Selbsttäuschung und Überschätzung aufgesessen sind.

Seine Stimme läd uns ein, blicke auf mich, erwarte Errettung von mir, ich helfe dir, ich gebe dir die Motivation und die Kraft. Hab keine Angst, denn ich bin der Herr dein Gott.

Ein naher Gott, ein dir zugewandter Gott, ein in Christus fleischgewordener Gott, der sich gerade da aufhält wo wir ihn wirklich brauchen. In den Tiefen und Sackgassen unseres Lebens. Und das schließt auch die allerletzte Wegstrecke, die jeder für sich alleine gehen muß, mit ein.

Horst hat dieses Angebot angenommen und konnte am Ende seiner Tage sagen, ich weiß das mein Erlöser lebt. Ich werde Gott ohne mein Fleisch sehen. Diese Situation ist jetzt für ihn eingetreten. Für alle die Jesu Hand ergriffen haben, ist das Sterben kein Fallen in die Dunkelheit, kein Gang in die Ungewißheit, sondern ein seliger Heimgang zum Vaterherzen Gottes.

Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß!         Herr nun läßt du deinen Diener Horst in Frieden fahren, denn seine Augen haben den Retter der Welt gesehen. Amen

 

Liedbeitrag von Gerhard Hofmeister


Ob die Sonne morgen scheinet,
Ob der Himmel grau und trüb.
Ob mein Herze lacht ob's weinet
ich halt fest an Jesu Lieb.
Ob die Zukunft auch verborgen
ist sein Wort mir doch bekannt.
Er trägt alle meine Sorgen
und er führt mich an der Hand.

Was mir morgen schon begegnet,
ahn' ich nicht, kann es nicht sehn.
Doch der heute mich  getröstet
wird auch morgen mit mir gehn. 

 

Gemeindelied:Jesu geh voran auf der Lebensbahn

 

Aussegnung

Siegreich will ich vorwärts schreiten ob verwundet ist das Herz.

Ob durch Fallen oder gleiten, ob durch tiefen Seelenschmerz.

Dennoch muß es immer heißen siegreich auf der Lebensbahn.

Nichts kann mich von Jesus reißen. Vorwärts, aufwärts, himmelan.

Am Grab

Jesus sagt, ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt der wird leben ob er gleich stürbe.

Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen die da schlafen. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.

 

Wenn aber dies Verwesliche die Unverweslichkeit anziehen unwird und dies Sterbliche die Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird erfüllt werden das Wort das geschrieben steht, der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod wo ist dein Stachel Hölle wo ist dein Sieg.

 

Hiermit übergebe ich diesen Leib der Erde, dem Todesacker Gottes. Erde zu Erde, Staub zu Staub bis zum Tag der Auferstehung. Der Geist aber ist bei dir o Gott, der ihn auch gegeben hat.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.

 

Gemeinsames Gebet

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen,

denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden

(Pastor Hans Dieter Willer)
 

 

 

Der Tag vergeht und kommt nie mehr zurück,
nichts bleibt bestehn.
Die Sonne sinkt und mancher Traum vom Glück
wird bald vergehn.
Doch was du nimmst und was du gibst,
bestätigt nur, dass du uns liebst,
wenn wir dich, Herr,
so oft auch nicht verstehn.

 

 

 


Jens Thorsten Rudolph
* 09.03.1977  + 03.08.2001
 

Jens Rudolph wurde am 09.03.1977 als 3. Kind der Eheleute Horst u. Adelheid Rudolph geboren. Er durfte im Kreise von noch 3 Geschwistern, Heiko, Thomas und Michaela aufwachsen.
Von 1983-1987 ging er in die Grundschule Steinenberg,

Jens an seinem ersten Schultag

 Bis 1993 besuchte er die Realschule Rudersberg. Anschließend machte er eine Ausbildung bei der Firma Bosch in Waiblingen, wo er bis zum 2.8.2001 arbeitete.

Als Jens sich entscheiden musste, Wehrdienst zu leisten oder nicht, entschied er sich für einen Katastrophenschutzdienst beim THW Schorndorf, dem er bis jetzt angehörte.


                         
                           Jens
Ein herzliches "Dankeschön" an das THW Schorndorf von deren Homepage ich dieses
Foto entliehen habe.

 

                                                      


An den Wochenenden besuchte er regelmäßig die Gottesdienste und den Jugendtreff der Scalagemeinde, wo er sich auch taufen ließ. Während des Bibel-Basicunterrichts übergab er sein Leben bewußt Jesus Christus, was richtungsweisend für sein ganzes Leben war!

 

   Segnung zum Abschluss des Basicunterrichts .

Segensspruch von Jens:

"Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechter Hand meiner Gerechtigkeit.  Jesaja 41 Vers 10

                                

 

Jensis Taufe (Scala)

Jens / Jugendgruppe der Scala

 


Später leitete er die Rap-Gruppe R4J (Rapper for Jesus), was ihn sehr begeisterte.

Die Rappers for Jesus

Jens nahm einige Male an missionarischen Einsätzen in Rumänien teil, wo er dieses Land und vor allem die Kinder und Teenies lieben lernte. Er hatte den festen Vorsatz, dieses Land wieder einmal zu besuchen, was ihm leider nicht mehr möglich war.
Jens studierte mit grossem Interesse die Bibel, um Antworten auf all die Lebensfragen zu erhalten, die junge Menschen bewegen.

Durch seinen Freundeskreis kam er später zur Volksmission Plüderhausen, wo er sich sehr wohl fühlte und bald auch bereit war, seine Talente und Fähigkeiten in einem Dienst einzubringen.

                                                
Hauskreiswochenende in Heidelberg                                    

In seiner freien Zeit widmete er sein ganzes Interesse seinem PC. Er war begeisterter Chatter, woraus viele schöne Freundschaften entstanden!

Zur Hochzeit eines Freundes, den er im Chat kennenlernte, sollte seine letzte Autofahrt gehen. Auf der Bundesstrasse 314 endete am 3.8.2001 um 10.43 Uhr sein Leben. Gott hat ihn zu sich gerufen in seine Herrlichkeit!
Jens darf jetzt sehen, was er geglaubt hat! Er hat das Ziel erreicht, dass er sich gesteckt und nie aus den Augen verloren hatte!
Jens ist bei Jesus!

Jens, wir werden Dich NIEMALS vergessen!!!!

 

Eines der Lieblingslieder von Jens:

 

Bis ans Ende der Welt

Bis ans Ende der Welt.
Bis ans Ende der Zeit.
Deine Liebe hält bis in Ewigkeit.
Sie wird niemals vergehn.
Sie steht fest  und sie bleibt.
Wenn der Vorhang fällt und der Tag sich neigt.

Niemand und nichts kann uns trennen von dir,
deine Liebe ist stark wie der Tod.
Wenn du für uns bist, wer mag gegen uns sein,
denn auf ewig bist du unser Gott.

Bis ans Ende der Welt.
Bis ans Ende der Zeit.
Deine Liebe hält bis in Ewigkeit.
Sie wird niemals vergehn.
Sie steht fest und sie bleibt.
Wenn der Vorhang fällt, deine Liebe reicht
bis ans Ende der Welt.

 

 

 

Beerdigung von Jens Rudolph

Am Donnerstag, den 9. August 2001 in Krehwinkel

Lieder und Bibeltext

Du bist mein Zufluchtsort. Ich berge mich in deiner Hand, denn du schützt mich Herr. Wann immer mich Angst befällt, traue ich auf Dich, Ja ich trau auf Dich und ich sage:"Ich bin stark in der Kraft meines Herrn".

Psalm 42 / 2

Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, eine Hilfe in den grossen Nöten, die uns getroffen haben.

      L I E D    

Vater ich komme jetzt zu dir, als dein Kind lauf ich in deine Arme. Ich bin geborgen, du stehst zu mir, lieber Vater. Vater bei dir bin ich zu Hause, Vater bei dir berge ich mich. Vater bei Dir finde ich Ruhe, o mein Vater, ich liebe Dich.

Vater, du gibst mir was ich brauch, Du empfängst mich mit offenen Armen. Du füllst all meine Sehnsucht aus, lieber Vater. Vater bei dir bin ich zu Hause. Vater bei dir berge ich mich. Vater bei dir finde ich Ruhe, o mein Vater, ich liebe dich.

           G E B E T            

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Drangsal, damit wir die trösten können, die in allerlei Drangsal sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet wurden.

 

L I E D

Dies war das Abschlusslied im Gottesdienst vom 29.7.2001 (letzter Gottesdienst an den Jens teilnahm)

Es gibt bedingungslose Liebe die alles trägt und nie vergeht.Und unerschütterliche Hoffnung, die jeden Test der Zeit besteht.  Es gibt ein Licht, das uns den Weg weist, auch wenn wir jetzt nicht alles sehn. Es gibt Gewissheit unseres Glaubens, auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung selbst für Feinde und echten Frieden nach dem Streit. Vergebung für die schlimmsten Sünden, ein neuer Anfang jederzeit. Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens. In unsrer Mitte lebt es schon. Ein Stück vom Himmel hier auf Erden in Jesus Christus Gottes Sohn.

     Er ist das Zentrum der Geschichte,er ist der Anker in der Zeit. Er ist der Ursprung allen Lebens und unser Ziel in Ewigkeit.

Er ist die wunderbare Heilung, die letzte Rettung in der Not. Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden, ewiges Leben nach dem Tod. Es gibt Gerechtigkeit für alle, für uns're Treue ewgen Lohn. Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer mit Jesus Christus Gottes Sohn.

 

Eines der Bibelworte mit dem sich Jens in seiner letzten Lebenszeit beschäftigte

Philipper 3, 12 - 14

Ich meine nicht,  dass ich schon vollkommen bin und das Ziel erreicht habe. Ich laufe aber auf das Ziel zu, um es zu ergreifen, nach dem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat. Ich bilde es mir nicht ein, dass ich es schon geschafft habe. Aber ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch was vor mir liegt. Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen. Dieser Preis ist das neue Leben, zu dem Gott durch Jesus Christus berufen hat.

 

 

                           

Gott läßt uns alle erleben
Gezeiten von Leid und Glück.
Erst Schmerz weckt die schlafende Seele
und ruft uns zu ihm zurück.

Was könnt ein Leben wohl wiegen,
das lang ist und dennoch leer?
Wie oft uns die Sonne auch aufgeht,
durch Gott wird es reich und schwer.

Uns führt durch Wechsel und Wandel
die Reise durch Raum und Zeit.
Durch Jesus sind wir Gottes Kinder
für Zeit und für Ewigkeit.

Bei aller Liebe zur Erde,
zu Hause sind wir hier nicht.
Wir wandern durch unsere Jahre
du wartest auf uns im Licht.


 

Vielen Dank Christiane(Pusteblume) 
für dieses Lied
                     

                                       

 

 

Er ist fort,   
kommt nie mehr zurück,

 


gar nie mehr.
Für immer fort.
Er ist tot.
Das kann ich nicht,
will ich nicht glauben.
Das ist doch unmöglich.
Er war doch noch hier,
lachte, redete,
voller Glück und Leben.
Das Leben wird nie mehr,
wie es vorher war.
Mein ganzes Leben
ist er bei mir gewesen,
nie waren wir getrennt.
Jetzt und für den Rest des Lebens
muss ich allein zurecht kommen, ohne ihn.
Aber die Erinnerung an ihn lebt
hier in meinem Herzen.
Hier hat er seinen eigenen Platz,
wo er für immer bleiben darf.


 

 

 

Hab Dich lieb Jensi!!! By Mica

 

 

 

 

 

The King of the Bongo

Keiner wird gefragt
wann es ihm recht ist Abschied zu nehmen von Menschen, von Gewohnheiten, von sich selbst.

 
Irgendwann heißt es damit umgehen, ihn aushalten,
annehmen.
Diesen Schmerz des Sterbens, dieses Zusammenbrechen, um neu aufzubrechen...

 

   

 

 

 


 

Mein Herr Jesus, Du bist es, der Jens zu sich gerufen hat. Ich danke Dir, daß ich in allem Schmerz weiß: Er ist nun bei Dir, den er geliebt und dem er nachgefolgt ist, und könnte es nirgends besser haben, als so heimgekehrt zu sein in Deine Arme. Ich danke Dir für die Gewissheit, daß seine Seele kein Leid und keine Qual mehr anrühren, sondern ewige Freude über seinem Haupte sein wird. Ich danke Dir, daß Jens als ein Überwinder in der Kraft Deines Blutes nun strahlen wird wie eine Sonne in seines Vaters Reich, glückselig in Deiner Liebe! (by Bernd alias "beegee")

 

 


 

 

 

 

 

 

   von Mica und Adelheid Rudolph